Anja Salomonowitz entwickelte für ihre Dokumentarfilme eine Filmsprache, in der sich Dokumentarfilm, Spielfilm und These vermischen. Dabei werden reale Erfahrungen der ProtagonistInnen durch künstlerische Verfremdung verdichtet. Ihre Filme erhielten internationale Anerkennung, zahlreiche Filmpreise und fanden Eingang in einschlägige Literatur zum Dokumentarfilm.

Sie war 2013/14 Obfrau von dok.at, der Interessensgemeinschaft österreichischer Dokumentarfilm und ist seit Mai 2016 Obfrau des Verbands Filmregie Österreich. Anja Salomonowitz hat drei Söhne. Sie studierte Film in Wien und Berlin, lernte als Assistentin von Ulrich Seidl und anderswo. Sie inszenierte 2016 am Volkstheater Wien im Volx das Stück "Der Junge wird beschnitten" und unterrichtet immer wieder zum künstlerischen Dokumentarfilm, u.a. an der Aalto Universität in Helsinki, Department for Film and Television oder an der Universität für Bildende Kunst Wien.