DER JUNGE WIRD BESCHNITTEN.

„Also man soll die Vorhaut ja nicht in den Mist werfen, sondern die gibt man der Erde zurück. Und weil ich keinen Garten hab, hab ich die Vorhaut in einem großen Blumentopf in meiner Küche eingegraben.“
Aus: Der Junge wird beschnitten.

„Warum ist dir das so wichtig?“ Anja Salomonowitz hat für Der Junge wird beschnitten. zahlreiche Interviews zur rituellen Beschneidung von kleinen Buben geführt. Die Erinnerungen und Meinungen von Müttern, Vätern, Medizinern und Philosophen verweben sich in Der Junge wird beschnitten. zu einem Theaterstück mit Musik. Zu Wort kommen auch Männer, die als Kind beschnitten wurden oder sich später selbst freiwillig beschneiden ließen – sei es in einem jüdisch, islamisch oder christlich geprägten Umfeld.

Die Texte werden auf der Bühne von Kindern nachgesprochen und gesungen: sechs größere Kinder, zwei kleinere – und eines noch, das sich hinter dem Vorhang versteckt. Die Kinder nehmen die Positionen von Erwachsenen ein, die im normalen Leben über ihre Köpfe hinweg diskutieren und entscheiden. Gemeinsam mit der Schauspielerin Karin Lischka tasten sie sich vor in eine Welt, die vielen fremd und manchen unheimlich ist.
(Pressetext Volkstheater Wien, März 2016)

Die Premiere fand am 3. April 2016 im Volx/Margareten.
Weitere Vorstellungen waren am 5., 9. und 10. April sowie 4. und 9. Mai
Eine Produktion des Volkstheater Wien

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