BiograPHie Anja Salomonowitz


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Anja Salomonowitz entwickelte für ihre Filme eine Filmsprache, in der sich Dokumentarfilm, Spielfilm und These vermischen. Dabei werden reale Erfahrungen der Menschen durch künstlerische Verfremdung verdichtet. Ihre Filme erhielten internationale Anerkennung, zahlreiche Filmpreise und fanden Eingang in einschlägige Literatur zum Dokumentarfilm.
 
Sie war 2013/14 Obfrau von dok.at, der Interessensgemeinschaft österreichischer Dokumentarfilm und 2016/2017 Obfrau des Verbands Filmregie Österreich. Anja Salomonowitz hat drei Söhne. Sie studierte Film in Wien und Berlin, lernte als Assistentin von Ulrich Seidl und anderswo. Ihre Filme laufen auf hunderten Filmfestivals weltweit.
Sie inszenierte 2016 am Volkstheater Wien im Volx das Stück "Der Junge wird beschnitten" und unterrichtet immer wieder zum künstlerischen Dokumentarfilm an Universitäten (u.a. an der Aalto Universität in Helsinki, Department for Film and Television oder Universität für bildende Kunst Wien) oder Filmfestivals (Tutorin an der Documentary Academy am Jihlava International Filmfestival).
 


Auszeichnungen

 
 

Das wirst du nie verstehen

2003 Publikumspreis/Audience Award, Vienna International Student Filmfestival
2004 Prix Regards Neufs,  Nyon, Visions du Réel
 

Kurz davor ist es passiert

2007 New Vision Best Director Award, Alba Film Festival
2007 Friedensfilmpreis der Stadt Osnabrück
2007 Preis für die beste Bildgestaltung, Diagonale, Festival des österreichischen Films
2007 Innovative Artistic Award, Mar del Plata, Argentinien
2007 Special Mention, Cinéma du Réel, Paris
2007 Caligari Filmpreis, Berlinale
2006 Wiener Filmpreis, Viennale Vienna International Film Festival
 

Die 727 Tage ohne Karamo

2013 Silver Eye Award, Jihlava International Documentary Filmfestival
 

Der Junge wird beschnitten

2017 Dorothea Neff Preis für das Kinderensemble
 

Anja Salomonowitz

2010 Outstanding Artist Award des Bundesministeriums für Kunst und Kultur
2019 Ehrenpreis der FrauenFilmTage für die Filmreihe WIDERSTANDSKINO
 

 

WERK


KURZFILME


2000 CARMEN
Beta SP, Farbe, 23 min.
Ein Dokumentarfilm über die wundersame Leidenschaft der Carmen Martinek, die Kinosäle zu ihren Liebhabern
macht.


2001 GET TO ATTACK - ANTIRASSISMUS KINOSPOTS
35 mm, Farbe, ca. 5 min.
Vier verschiedene Spots gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

2002 PROJEKTIONEN EINES FILMVORFÜHRERS IN EINEM PORNOKINO
Digi-Beta, Farbe, 14 min.
Der Filmvorführer eines Pornokinos denkt sich romantische Geschichten mit der Hauptdarstellerin des vorgeführten Films aus.

2005 EIN MONUMENT FÜR DIE NIEDERLAGE
Video, Loop, Farbe
Forderung ist eine Arbeit, die im Auftrag des österreichischen Filmmuseums in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien entstanden ist. Das Thema ist: Wien im Film. Thematisiert wird ein Sockel, der in Wien temporär aufgestellt wurde und ein Monument für die Niederlage 1945 fordert.

2006 CODENAME FIGARO
35mm, 1 min., Farbe
Eine Mozart-Minute zum Thema binationale Ehen.

DOKUMENTARFILME


2003 DAS WIRST DU NIE VERSTEHEN
35mm, 52 min., Farbe
In meinem Film geht es um drei Frauen, die dem, was in der Geschichtswissenschaft als Täter- und
Opfergeneration bezeichnet wird, angehören. Mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten, unterschiedlichen Erzählungen und Erinnerungen leben sie alle in einer Familie, in meiner Familie.



2006 KURZ DAVOR IST ES PASSIERT
HDV, 72 Min, Farbe
In „Kurz davor ist es passiert“ erzählen fünf Personen in ihrem alltäglichen Umfeld Geschichten, die sie nie erlebt haben. Sie geben die Berichte von Betroffenen des Frauenhandels wieder. Sie erzählen von Ausbeutung, Gewalt und Zwang. Sie erzählen von Wirklichkeiten, die geschehen sind und die an den Orten, die gezeigt werden, geschehen hätten sein können.

2013 DIE 727 TAGE OHNE KARAMO,
HD, 80 Min, Farbe
Liebe kann Grenzen überwinden. Manchmal muss sie es. Seit 727 Tagen ist eine Österreicherin nach der
Abschiebung von ihrem Mann getrennt. Eine Chinesin wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr nach Wien. Binationale Paare kämpfen in Österreich gegen die Schikanen der Behörden. Die Protagonisten erzählen von einem Alltag zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen. Viele Beziehungen zerbrechen an den Tücken des Systems. Regisseurin Anja Salomonowitz formt ein raffiniertes dokumentarisches Mosaik, sie zeichnet eine Realität, wie sie viele Paare erleben, und ähnlich einem Staffellauf fügen sich die Momentaufnahmen Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung. Die 727 Tage ohne Karamo ist ein überzeugendes filmisches Plädoyer für eine grenzenlose Liebe. Ein Liebesfilm gegen das Gesetz.


SPIELFILME


2012 SPANIEN,
35 mm, 102 Min., Farbe
Ein gestrandeter Fremder, fremd am falschen Ort, auf der Suche nach seinem Recht, seinem Geld und nach Menschen, die noch an das Göttliche glauben. Dinge, die in dieser Welt nicht leicht zu finden sind. Dafür findet er Magdalena, eine geheimnisvolle Frau, die nachts Männer für etwas Besonderes zu sich in die Wohnung holt. Ihr Ex Mann, ein Polizist, ist auf der Suche nach Worten, die sie zu ihm zurückbringen sollen - und ein Kranfahrer, ein gefallener Engel, spielt Schicksal.

 

BEI DER ARBEIT

 

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alle Fotos  bei der Arbeit
2016 © Robert Newald
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Portraitfotos

 
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