Die 727 Tage Ohne Karamo

Wien im Film, Gebäude, Straßenzüge, Laternenmaste, Denkmäler: alles aufgezeichnet, was es gibt. Was es nicht gibt: Wir fordern ein Monument für die Niederlage!

Ein Sockel wurde aufgestellt, eine Forderung zum Angreifen. Der Sockel, auf dem geschrieben steht, was wir uns denken: Österreich wurde nie durchgreifend entnazifiziert.

Die Arbeit sucht eine filmische Sprache: die Aktion nicht einfach dokumentieren, sondern filmisch umsetzen. Die Aktion nicht wiederholen, festhalten, aber die Quintessenz und Aussage weiter tragen.

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Während die Regierung mit der von ihr in Auftrag gegebenen Gedenk-Eventreihe „25 Peaces” für Vergessen und Vermarktung sorgt, erinnerte ein Projekt im öffentlichen Raum daran, dass das Jubiläumsjahr mit der Rolle Österreichs als NS-Nachfolgestaat in Verbindung steht:

Am 8. April 2005 wurde um 12 Uhr im Ostarrichi-Park vor dem Landesgericht ein temporäres MONUMENT FÜR DIE NIEDERLAGE enthüllt, das eine Auseinandersetzung mit den Entnazifizierungsprozessen auslösen und die bis heute unvollendete Entnazifizierung zum Thema machte. Das achtseitige Objekt war als monumentaler Sockel konzipiert und maß 2,07 m Höhe mit einem Umfang von 11,20 m.

Das MONUMENT FÜR DIE NIEDERLAGE war ein temporäres Projekt für den öffentlichen Raum, das als eintägige Intervention konzipiert war. Dementsprechend war das Objekt lediglich am 8. April 2005 vor Ort zu sehen.
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TEAM

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Videoinstallation: Loop

Hergestellt im Auftrag des Filmmuseum Wien und des Tanzquartiers

Idee und Konzept: Anja Salomonowitz, Nora Sternfeld, Flora Watzal
Schnitt: Flora Watzal
Ton: Highhat Records, Florian Richling und David Salomonowitz
Vielen Dank an Max Rottenberg

Mit freundlicher Unterstützung der Amour Fou Filmproduktion

Monument für dir Niederlage, Zeit der Befreiung 1945-1947 ist ein Projekt von Martin Krenn, Charlotte Martinz-Turek, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja
 
A 2005, Loop, Farbe
 

FESTIVALS

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1. November, im Center for Contemporary Central European Art (CCCEart) at the Faculty of Art and Design J. E. Purkyne University, Usti nad Labem, im Rahmen der Ausstellung „Zur Tektonik der Geschichte“
 
Fahrt
durch Wien, Teil der FACTORY SEASON radikal lokal wird kuratiert von Alexander Horwath und Michael Loebenstein (Österreichisches Filmmuseum)
Eine Veranstaltung von Filmmuseum Wien und Tanzquartier Wien
 
Videoinstallation Loop Video Oesterreich-2005.at
Das Vorsorge Paket gegen ein Jahr Heimat Feiern!
Videoinstallation Loop Video

Tectonics of history, Forum Stadtpark, Graz
www.forumstadtpark.at

Zone 2005 - Zwischen politischer Repräsentation und repräsentativer Politik
Concept and Organisation: Petja Dimitrova, Martin Krenn, Luisa Ziaja
Production: Galerie der IG Bildende Kunst together with „Österreich-2005:
Das Vorsorge-Paket gegen ein Jahr Heimat-Feiern"
 

Kontakt


Anja Salomonowitz