Die 727 Tage Ohne Karamo

Ein Dokumentarfilm über die wundersame Leidenschaft der Carmen Martinek, die Kinosäle zu ihren Liebhabern macht.
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Mit dem Kino sieht sie sich libidinös verbunden: Carmen, Mädchen für alles im Wiener Schikaneder Kino, reinigt, beruhigt, bespielt ihren liebsten Ort. Sie streichelt die Sessel und sie schläft sogar, nach langen Nächten an der Bar, am liebsten gleich dort, im Kino. Das sei, gesteht sie, genau wie mit einer Person, ohne die man eben nicht mehr leben könne. Anja Salomonowitz hat einen kleinen, stillen Film über diese Carmen gedreht, hat ihr zugeschaut, wie sie sich im leeren Kinosaal bewegt, wie sie bei sich daheim nur kurz Station macht, um gleich wieder zurückzukehren zur Basisstation. Das Kino sieht Carmen als einen erotischen, aber gefährdeten Ort:
bei ihrem letzten Kino hat sie mitansehen müssen, wie es sich in einen Supermarkt verwandelt hat. Jemand wie Carmen ist, schon solcher Stories wegen, die perfekte Heldin eines Films, und so heißt er wie sie: Carmen, 23 Minuten dokumentarisches Kino, subtil, zwischentonreich erzählt.

Stefan Grissemann, „Die Presse“

CREDITS

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Regie: Anja Salomonowitz
Kamera: Hannes Anderwald
Licht: Thomas Kiennast
Schnitt: Gregor Wille und Anja Salomonowitz
Musik: Sami Zeciri und Helmut Kahlert

Hergestellt an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien
Abteilung Film und Fernsehen
und an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad-Wolf“, Potsdam - Babelsberg
 

 

Kontakt (Verleih)

 
Sixpack Film
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